So misst ein 3D-Profilsensor
Er projiziert eine Laserlinie auf das Teil, und eine Kamera betrachtet sie aus einem anderen Winkel. Aus der Verformung der Linie berechnet er die Höhe jedes Punkts. Läuft das Teil darunter durch oder führt der Roboter es vorbei, entsteht eine Punktwolke seiner gesamten Form.
Diese Wolke wird mit einem IO-Teil oder dem CAD verglichen. Wo die Oberfläche stärker abweicht als zulässig, liegt ein Fehler vor.
Welche Fehler er erkennt
- Falten. Welligkeit an Flanschen und ebenen Flächen, die in einem flachen Bild kaum zu erkennen ist.
- Risse und Einschnürungen. Reißer oder Ausdünnungen in Radien und stark gezogenen Bereichen.
- Maße außerhalb der Toleranz. Flanschhöhen, Winkel und Lochpositionen.
- Fehlende Arbeitsgänge. Nicht gestanzte Löcher oder nicht gebogene Flansche.
2D oder 3D
| Kriterium | 2D-Bildverarbeitung | 3D-Bildverarbeitung |
|---|---|---|
| Was sie sieht | Das Teil wie ein Foto | Form und Höhen |
| Wofür sie dient | Lage, Anwesenheit, Codes und Löcher | Falten, Verformungen und Höhenmaße |
| Was sie stört | Licht, Reflexe und Öl auf dem Blech | Stark glänzende Oberflächen und der Blickwinkel |
| Typischer Einsatz an Pressen | Lader mit Bildverarbeitung und Codelesen | Teileprüfung am Linienausgang |
Viele Linien nutzen beides: 2D zur Roboterführung am Lader und 3D zur Teileprüfung am Ausgang.
So wird er in die Linie eingebunden
- Einbauort. Über dem Auslaufband mit bewegtem Teil oder an einer Station, an der der Roboter das Teil am Sensor vorbeiführt.
- Trigger und Vorschub. Der Sensor muss wissen, wann das Teil ankommt und wie schnell es läuft: ein SPS-Signal oder ein Drehgeber am Band.
- Ergebnis an die SPS. IO oder NIO in jedem Zyklus. NIO-Teile werden ohne Linienstopp ausgeschleust.
- Protokollierung. Jedes Ergebnis wird mit Teilenummer und Uhrzeit gespeichert und kann per MQTT ans MES gehen.
- Wartung. Reinigung des Sensorfensters, Prüfung mit einem Meisterteil und Sicherung der Konfiguration.
Was zu beachten ist
- Geöltes oder verzinktes Blech glänzt: Sensor und Winkel müssen für die reale Oberfläche gewählt und mit Serienteilen getestet werden.
- Je kleiner der Fehler, desto kleiner das Messfeld jedes Sensors: Manchmal sind mehrere nötig.
- Das Teil muss in wiederholbarer Lage ankommen, oder das Programm muss seine Lage vor dem Vergleich korrigieren.
- Es muss festgelegt werden, was als Fehler gilt: Toleranzen und Beispiele für IO- und NIO-Teile.
Was wir für ein Prüfkonzept brauchen
- Das Teil oder das CAD und welcher Fehler oder welches Maß geprüft werden soll.
- Mit welcher Geschwindigkeit das Teil läuft.
- Wo die Kamera in der Linie sitzen würde.
- Was mit NIO-Teilen geschehen soll.
- IO-Teile und fehlerhafte Teile für die Tests.
Senden Sie uns Layout und Teil. Das erste Konzept ist kostenlos.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen 2D- und 3D-Bildverarbeitung?
2D sieht das Teil wie ein Foto: Position, Anwesenheit und Codes. 3D misst Höhen und erkennt so Falten, Verformungen und Maße, die in einem flachen Bild nicht sichtbar sind.
Kann ohne Linienstopp geprüft werden?
Ja. Der Profilsensor misst das Teil, während es über das Band läuft oder der Roboter es bewegt.
Können Sie eine vorhandene Zelle mit Bildverarbeitung nachrüsten?
Ja. Wir integrieren die Kamera mit Ihrem vorhandenen Roboter und Ihrer SPS.
Mit welchen Geräten arbeiten Sie?
Wir integrieren Cognex-Kameras und LMI-Gocator-Profilsensoren. Hat Ihr Werk einen anderen Bildverarbeitungsstandard, arbeiten wir innerhalb dieses Standards.